Der Arbeitsmarkt erweitert sich – auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht – um neue Arbeitsplätze. Dies betrifft vor allem Berufe, die mit modernen Technologien zu tun haben – sowohl mit deren Herstellung als auch mit deren Bedienung. Früher wählten die Menschen einen Beruf und entwickelten sich darin im Laufe ihres Lebens weiter. Im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz, Robotern und Automatisierung kommen jedoch häufig Befürchtungen auf, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren und durch Maschinen ersetzt werden könnten.
Laut einer Studie der Universität Oxford könnten in den nächsten 10 Jahren bis zu 47 % der derzeitigen Arbeitsplätze automatisiert werden. Etwa 15 % der bestehenden Arbeitsplätze werden verschwinden, weitere 32 % werden sich grundlegend verändern, und neue Technologien werden völlig neue Berufsbilder schaffen, die es heute noch nicht gibt.
Berater im Bereich Produktivität
Angesichts der zunehmenden Bedeutung von Produktivität und neuen Überwachungstechnologien werden die Menschen Unterstützung benötigen, um ihre Produktivität zu steigern. Und mit dem Einzug automatisierter Prozesse auch bei der Einhaltung der Regeln für eine korrekte Körperhaltung im Stehen oder Sitzen, bei der Erstellung eines Zeitplans für den Arbeitsablauf oder bei der Karriereberatung.
Roboter-Disponent und Drohnenpilot
Fahrerlose Autos sollten zu 100 % autonom sein, wodurch der Mensch vollständig aus dem Prozess ausgeschlossen wird. Dies gilt jedoch nicht für alle Roboter. Einige sind zwar in der Lage, selbstständig zu fahren, werden aber dennoch von Menschen überwacht. Diese Person muss sich nicht physisch am selben Ort (oder gar im selben Land) befinden wie der Roboter, den sie überwacht.
Die Bediener, die jede Lieferung überwachen (und bis zu 100 Roboter gleichzeitig beaufsichtigen können), sind in der Lage, die Kontrolle über diese aus der Ferne zu übernehmen. Ähnlich wird die Situation auch bei Drohnen sein, was die Überwachung einer gesamten Drohnenflotte bei der Ausführung ihrer Aufgaben umfasst. Erst wenn ein bestimmter Referenzwert für die Effizienz erreicht ist, ist es wahrscheinlich, dass Roboter in der Lage sein werden, ihre Missionen völlig eigenständig zu erfüllen. Bis es jedoch soweit ist, wird diese Arbeit für den Menschen durchaus alltäglich sein.
Kommunikator
Die Fähigkeit zur Kommunikation war schon immer wichtig. Da Maschinen nach und nach immer mehr alltägliche Arbeitsaufgaben übernehmen, wird die Bedeutung dieser Kompetenz stetig zunehmen. Dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Maschinen und Menschen am Arbeitsplatz zusammenwirken können. Natürlich wird es notwendig sein, mit beiden Akteuren – sowohl mit Menschen als auch mit Maschinen – umgehen zu können.
Therapeut für digitale Entgiftung
Stellen Sie sich vor, Sie würden in Zukunft 80 % Ihres Lebens vor dem Computer und mit anderen technologischen Errungenschaften der Moderne verbringen. Dann werden Sie einen Experten benötigen, der sich darauf spezialisiert hat, Stress von all diesen Geräten zu trennen, und der für Sie ungewöhnliche Entlastungszonen schafft.
KI-Assistent
Wie das Beispiel des Roboter-Dispatchers zeigt, gibt es nach wie vor zahlreiche Bereiche, in denen Menschen in den Entstehungsprozess von Maschinen eingreifen müssen, die intelligent handeln. Damit Maschinen intelligenter werden, ist menschliche Intelligenz erforderlich. Es wird dringend notwendig sein, zur Verbesserung dieser Systeme beizutragen, indem die erforderlichen menschlichen Eigenschaften einbezogen werden. Je besser die künstliche Intelligenz wird, desto höher werden die Anforderungen an die Rolle eines solchen Assistenten sein.
Persönlicher Verwalter digitaler Daten
Heute schaffen Sie vielleicht noch alles alleine. Doch in ein paar Jahren werden Sie einen Spezialisten suchen, der sich um Ihre Anwendungen, Ihre Hardware und Ihre Software kümmert und Ihnen die Informationsquellen beschafft, die Sie für Ihre persönliche Weiterentwicklung und Ihre berufliche Laufbahn benötigen.
Verwalter der personenbezogenen Daten des Kunden
In einer Zeit, in der das gesamte Leben vollständig archiviert wird, wird es erforderlich sein, dass Fachleute aus den Bereichen Verwaltung und Archivierung digitale Inhalte mit personenbezogenen Daten sortieren, katalogisieren und sinnvoll ordnen. Anschließend müssen sie potenzielle Verwendungsmöglichkeiten dieser Lebensdaten für die Erstellung eines Tagebuchs oder einer Biografie ermitteln.
Zu den weiteren interessanten und ungewöhnlichen Berufen der Zukunft zählen wir außerdem:
- mikrobieller Ausgleicher,
- Unternehmensspezialist für Chaos (Desorganisator),
- Berater im Bereich Sehenswürdigkeiten,
- Spekulant mit einer alternativen Währung,
- Verwalter für die Löschung der Online-Identität nach dem Tod des Nutzers,
- Manager für kulturelle Kompetenzen,
- Experte für die Beschaffung von Massenfinanzierungen,
- Berater für den Schulalltag,
- Datenschutzbeauftragter,
- ein persönlicher Berater über Skype,
- mein Agent.
Experten zufolge sind wir ständigen Veränderungen ausgesetzt. Der Arbeitsmarkt wird daher in den nächsten 10 Jahren bis zu 60 % neue Berufe erfordern. Während die berufliche Laufbahn eines Menschen in der Vergangenheit stabil und einzigartig war, ist der Beruf heute komplexer, spezialisierter und unterliegt einem ständigen Wandel und einer ständigen Weiterentwicklung.